Zukunft der Bildung in Deutschland: Eine Gleichung mit mehr als einer Unbekannten.

Zukunft der Bildung in Deutschland: Eine Gleichung mit mehr als einer Unbekannten.

Zukunft der Bildung in Deutschland

Die PISA-Studie im Jahr 2000 löste eine Debatte über Qualität und Struktur des Deutschen Bildungssystems aus, die seither nicht mehr zur Ruhe gekommen ist. Der Eifer, im "Bologna-Prozess" besonders schnell die Deutschen Hochschulen zu reformieren, beförderte die Diskussion weiter, der Streit um Gesamtschule contra dreigliedrigem Schulsystem und die Verkürzung der Gymnasialzeit auf 8 Jahre haben die Situation noch komplizierter gemacht. Das Ganze spielt sich ab in einer demografischen Situation, in der klar ist, dass jeder schlaue Kopf in Deutschland in Zukunft dringend gebraucht wird. Wenig hilfreich ist dabei die Länderhoheit im Bildungsbereich, die eine effektive Lösung erschwert.

Innerhalb dieser Problemgemengelage wiesen die Evangelischen Akademien schon früh auf die Notwendigkeit der besseren Verzahnung von Sozial- und Bildungs- und Arbeitssystem hin und haben sich in dieser Richtung engagiert. Durch Tagungen, in denen wir jenseits der offiziellen Bühnen verschiedene Beteiligte an einen Tisch bzw. in eine Veranstaltung brachten, haben wir versucht, pragmatische Lösungen anzustoßen. Das wollen wir weiterhin tun und dabei noch stärker auf Innovationen hinweisen, die es bereits gibt und die innerhalb des Bildungssystems durch engagierte Lehrer und Initiativen angestoßen wurden.

Aus dieser Perspektive entwickelten wir die Initiative "Zukunft der Bildung in Deutschland", die gemeinsames Programm aller Evangelischen Akademien in Deutschland ist. Mit unseren Tagungen fördern wir innovative Ansätze. Und wir mischen uns ein in aktuelle Debatten. Zum Beispiel um die Verkürzung des Abiturs und den sogenannten Bologna-Prozess in den Hochschulen. Zu beiden Themen führten wir beim vergangenen Ökumenischen Kirchentag 2010 eine Werkstatt Bildung ist mehr...! durch. Die Tagungen für das 2. Halbjahrs 2010 präsentieren wir Ihnen weiter unten auf dieser Seite.

Projektleitung: Evangelische Akademien in Deutschland
Dr. habil. Klaus Holz, holz@evangelische-akademien.de, Tel. 030/28395-403

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun


Der Zusammenhang von Armut und schlechteren Bildungschancen lässt sich nicht verleugnen. Die Erfahrung zeigt, dass Kindern aus armen Verhältnissen häufig die Unterstützung ihrer Familien fehlt und ihnen viele Bildungsmöglichkeiten verwehrt bleiben. Die Diskussion um die finanziellen Mittel greift bei diesem wichtigen Thema jedoch zu kurz. Entscheidend ist, die "Elternfähigkeit" zu erhalten bzw. wiederherzustellen und dafür zu sorgen, dass Kindern im Alltag die Wertschätzung und Zuwendung zukommt, die sie benötigen. Da geht es um ein intensives Beschäftigen mit den Kindern, um eine Integration in Familienaktivitäten statt "TV-Verwahrung", um Kinder zu offenen, aktiven Menschen zu machen. Wir brauchen gut ausgebildete junge Menschen. Hier muss sich im eigenen Interesse auch die Wirtschaft bemühen. Sie tut es bereits durch ein breites Angebot an Ausbildungsplätzen, durch Kombi-Studiengänge, durch Forschungsförderung. Doch damit ist es nicht getan: Wir müssen auch dort ansetzen, wo Schüler durch das Bildungsnetz zu fallen drohen, wo sie in Gefahr sind, überhaupt keinen Abschluss zu bekommen. Erste Gemeinschaftsinitiativen von Unternehmen und Schulen setzen hier an. Nur wenn wir allen jungen Menschen Bildung ermöglichen, ihnen Perspektiven bieten und Chancen aufzeigen, können wir die Zukunft unserer Gesellschaft positiv gestalten.

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

Ingrid Sehrbrock

Ingrid Sehrbrock


Prävention statt Selektion: Armut verschärft die Bildungsmisere. Kinder armer Eltern gehen seltener in den Kindergarten, besuchen eher die Haupt- oder Realschule. Armut determiniert Lebenswege. Noch immer verlässt jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss und ist damit beruflich und gesellschaftlich weitgehend abgehängt. Noch immer haben wir in Deutschland vier Millionen Menschen, die nicht genug lesen und schreiben können, um im Alltag und Beruf zurechtzukommen. Geringqualifizierte sind häufiger arbeitslos, werden schlecht bezahlt und nehmen nicht oder selten an Weiterbildung teil. Wer Armut verhindern will, muss Kinder individuell begleiten und fördern; muss ihre Potentiale erkennen und sie dabei unterstützen, sie zu entwickeln und zu entfalten; muss integrieren statt auszugrenzen. Förderung zahlt sich auch gesellschaftspolitisch aus. Mit höheren Bildungsabschlüssen steigen die individuellen Teilhabe- und Teilnahmechancen auf eine dauerhafte und angemessene berufliche Tätigkeit. Schließlich: die Demokratie braucht Menschen, die sich engagieren; die das System verstehen und die Welt besser machen wollen. Auch politische Bildung ist unverzichtbar.

Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende Vorsitzende, DGB

Randolf Rodenstock

Randolf Rodenstock


Wenn wir Armut verhindern wollen, müssen wir die Bildungsqualität konsequent erhöhen und deutlich mehr in Bildung investieren. Ein ausgezeichnetes Bildungssystem ist die einzige Möglichkeit, um langfristig im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Davon sind wir in Deutschland aber immer noch weit entfernt. Heute haben Arbeitslose oftmals keine ausreichend gute Ausbildung und Qualifikation, um einen Arbeitsplatz zu finden. Bildung ist aber der Schlüssel, denn der Trend hin zu einer Wissensgesellschaft ist in einem rohstoffarmen Land wie dem unseren nicht aufzuhalten. Welche Schritte notwendig sind, damit alle Menschen Zugang zu guter Bildung haben, hat beispielsweise der Aktionsrat Bildung sehr detailliert aufgezeigt. Jetzt ist es an der Politik, diese Reformvorschläge auch umzusetzen.

Randolf Rodenstock
Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Prof. Rolf Wernstedt

Prof. Rolf Wernstedt


Es gibt nicht viel wirklich Neues in der deutschen Bildungsdiskussion. Hätte man vieles, was schon der Deutsche Bildungsrat zwischen 1965 und 1975 gewusst und vorgeschlagen hat, in der alten Bundesrepublik beherzigt und verwirklicht, brauchte man heute nicht so viele Neuentdeckungen alter Erkenntnisse in neuem Gewande zu machen. Neu und deutlicher ist aber seit der Zeitenwende 1989/90 Folgendes: Die von allen akzeptierte Zielvorstellung der Chancengleichheit darf man nicht nur als institutionelle Bereitstellung von Chancen verstehen- die ist in Deutschland realisiert. Man muss vielmehr Bedingungen schaffen und realisieren, die nach Möglichkeit jeden befähigen, die angebotenen Chancen überhaupt erst wahrnehmen zu können. Der Chancengleichheit geht die Chancenbefähigung voraus. Ist diese nicht gegeben, läuft die Chancengleichheit ins Leere und benachteiligt die sozial Schwächeren und nützt nur den bildungsbewussten Teilen der Gesellschaft. Und das ist zu wenig. Um der Gesellschaft und ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit willen, um der Demokratie und ihrer ständigen Neubefestigung willen und um der Würde des Einzelnen und seiner Fähigkeit willen, seine Freiheit unabhängig und verantwortungsvoll nutzen und leben zu können, muss die Bildungspolitik sich als mehr begreifen als Institutionenfetischismus. Sie muss die Stärkeren und die Schwächeren zugleich auf diese Ziele hin versammeln und finanzieren. Wenn sie das nicht tut, verfehlt sie ihren gesamtgesellschaftlichen Anspruch und entlarvt sich als Phrase.

Prof. Rolf Wernstedt
Moderator des Netzwerkes Bildung der Friedrich- Ebert- Stiftung seit 2004, Ehemaliger niedersächsischer Kultusminister und Präsident des Niedersächsischen Landtages.

Hanns-Eberhard Schleyer

Hanns-Eberhard Schleyer


Es kann uns nicht kalt lassen, wenn jedes Jahr fast zehn Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss verlassen und etwa ein Viertel nicht ausreichend rechnen und schreiben kann. Bildung ist der Schlüssel zur sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe an einer Gesellschaft. Ein niedriger Bildungsstand ist die Hauptursache für Armut und Arbeitslosigkeit, aber auch für fehlende Wettbewerbsfähigkeit und soziale Instabilität. Wir müssen die Grundlage für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit schaffen. Mehr Qualität in Erziehung, Bildung und Qualifizierung muss dabei die Leitidee für die Entwicklung von Vorschlägen sein. Eine nationale Bildungsinitiative, die Familien- und Vorschulerziehung, Schul- bzw. Hochschul- und Berufsbildung als ganzheitliche Aufgabe begreift, kann dafür Perspektiven aufzeigen.

Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks


Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die Veranstaltungen des 2. Halbjahrs 2010. Das Programm wird fortgesetzt.

  • Jungs, wohin?
    Positive Bilder des Männlichen für Jungen und die Jungenpädagogik
    In Medien und Politik kommen Jungen vor allem vor, weil sie Probleme machen oder haben. Aber wohin sollen sich Jungen und Männer entwickeln? Ohne Ziele gibt es keine Entwicklung und keine passende Pädagogik. Wo sind die Zukunftsbilder des Männlichen, die wir brauchen?
    02.-03.07.2010, Bad Boll, Gerald Büchsel
  • Kunst. Schule. Kunst.
    Kunst steht bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs. Und die Kunstvermittlung in der Schule über Künstlerinnen und Künstler hat Konjunktur. Neben hervorragenden Resultaten führt das auch zu Brüchen. Wie kann die Kooperation von Schule und Kunst zugunsten von Bildung gelingen?
    02.-04.07.2010, Tutzing, Petra Schnabel
  • Ab ins Ausland!
    Möglichkeiten zwischen Berufsorientierung und Engagement
    Multikulturelles Verständnis, Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen sind in Bildung und Beruf zunehmend von Bedeutung. Themen wie: Nach der Schule ins Ausland - Hautnah Europa und die Welt erleben - Das Auslandsstudium - Europäischer Freiwilligendienst und Entwicklungsdienst im Ausland stehen im Zentrum der Tagung. Darüber hinaus werden Jugendliche von ihren Erfahrungen im Ausland berichten.
    17.-19.09.2010, Hofgeismar, Uwe Jakubczyk
  • 7 Tage Zukunft - "Was kostet die Welt?"
    Aktionswoche "Nachhaltigkeit lernen" in Sachsen-Anhalt
    Die diesjährige Aktionswoche ist dem Thema Geld gewidmet. Gruppen, Vereine und Schulen sind aufgerufen, sich mit eigenen Angeboten zu beteiligen. Den Auftakt bildet ein großes Planspiel mit Jugendlichen auf Einladung des Landtagspräsidenten im Magdeburger Landtag. Erstmals finden entwicklungspolitische Bildungstage in Halle, Dessau, Quedlinburg und Magdeburg statt, wo Schülerinnen und Schülern Workshops rund um das Thema angeboten werden.
    20.-29.09.2010, Wittenberg, Annette Berger
  • "Matching" in der Krise
    Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt für chancenarme Jugendliche
    Die Finanz- und Wirtschaftskrise verengt den Rahmen: Ausbildungsplätze sind knapp, es gibt Gewinner und Verlierer. Jugendliche mit schlechten Startchancen brauchen Unterstützung. Ziel wirkungsvoller Förderung ist eine gute Passung zwischen den individuellen Möglichkeiten, den Ausbildungsangeboten und wirtschaftlichen Erfordernissen. Welche neuen Entwicklungen und Perspektiven zeichnen sich ab?
    23.-24.09.2010, Bad Boll, Gerald Büchsel
  • "Lasset uns Menschen machen.
    Evangelische Beiträge zur Bildungsdebatte - Zweite Wittenberger Protestantismustagung
    Die protestantische Bildungsgeschichte hat tiefe Spuren in der gegenwärtigen Bildungslandschaft hinterlassen. Was kann der Protestantismus beitragen zu den Herausforderungen, vor denen das Bildungshandeln heute steht? Wie steht es um konfessionelle Schulen, um Elitenbildung, um den Umgang mit Bildungsverlierern? Was bedeutet Bildung im globalen Maßstab - wie gehören Bildung und Entwicklung zusammen? Konkretionen werden nicht gescheut. Eingeladen sind Bildner und Gebildete.
    24.-26.09.2010, Wittenberg, Dr. Thorsten Moos, Christian Lehnert
  • Kommune wird Bildungslandschaft
    Die Entwicklung von Bildungslandschaften fördern und gestalten
    Trotz erster "Bildungsbüros" ist der Ausbau regionaler Bildungslandschaften ein flächendeckendes Zukunftsthema. Bildungsprozesse müssen aufeinander abgestimmt werden, nur ein gemeinsames planvolles Handeln ermöglicht ein Lebenslanges Lernen. Was bedeutet das für Kommunen, Kreise, Kreisfreie Städte u. nicht zuletzt für Schulen mit Ganztagsangeboten? Welche Prozesse müssen damit einhergehen, welche Akteure und Verantwortlichen sollten sich vernetzen?
    29.09.-01.10.2010, Meißen, Christian Kurzke
  • So macht Lernen Spaß
    Schätze der Schulentwicklung - Eine Veranstaltungsreihe
    Es fehlt nicht an Anregungen: Preisgekrönte Schulen, Unterrichtseinheiten, überzeugende Vordenker. Diese Reihe gibt Ihnen Gelegenheit, sich zu informieren und mit anderen engagierten Pädagoginnen und Pädagogen in Austausch zu treten. Der Ansatzpunkt liegt dabei stets auf der Ebene des alltäglich Machbaren. Am 30.09. mit Wolfgang Endres zum Thema Classroom Management - Klimakonferenz im Klassenzimmer.
    30.09.2010, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Mitmachen Ehrensache
    Fit fürs Botschafteramt
    Die Aktion "Mitmachen Ehrensache" und die Evangelische Akademie Bad Boll laden Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg ein, die sich als ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter für diese Initiative an Schulen, bei Arbeitgebern und in den Medien einsetzen wollen. Das Seminar bietet Workshops, in denen öffentliches Auftreten und Kommunikation geübt werden.
    01.-03.10.2010, Bad Boll, Marielisa von Thadden, Gabi Kircher, Sybille Mack
  • Mobil und global. Kommunikationsformen im Wandel
    Junges Forum
    Die "Ferienakademie für Studentinnen und junge Wissenschaftlerinnen" bietet ein Forum für neuartige, transdisziplinäre Forschung. Diese findet statt im Austausch zwischen etablierten Wissenschaftlerinnen, Praktikerinnen, Frauen aus Politik und Wirtschaft sowie dem (angehenden) akademischen Nachwuchs.
    15.-17.10.2010, Tutzing, Petra Schnabel
  • Veränderung der Bindung in unterschiedlichen Entwicklungsstufen
    Tagung für Adoptiveltern
    Adoptivfamilien leben mit einer besonderen Dynamik. Die Tagung will Wege zu sicherer Bindung aufzeigen und dabei helfen, Potenziale der Bindungsfähigkeit immer wieder aufs Neue zu stärken. Wir fragen, wie seelische Widerstandskraft (Resilienz) gefördert werden kann und wie sich in den verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen Bindung anders gestalten lässt.
    16.-17.10.2010, Bad Boll, Christa Engelhardt, Ilse Ostertag
  • Beteiligung neu denken: Das unterschätzte Wissen der Vielen
    Jugendliche in freiwilligen Diensten
    Freiwilligendienste werden vielfältiger, die Zivildienstzeiten kürzer, das Personal in sozialen und öffentlichen Einrichtungen weniger und älter - umso mehr brauchen wir den Blickwinkel und das Wissen junger Menschen. Wie gelingt ihre Einbindung und damit Modernisierung? Diskutiert werden innovative Zugänge und handhabbare Verfahren zur Partizipation junger Menschen in freiwilligen Diensten.
    18.-19.10.2010, Bad Boll, Sigrid Schöttle
  • Bildungsperspektiven für Sinti und Roma
    Konsequenzen für die Bildungspolitik
    Bildung als nachhaltiger Integrationsfaktor für Sinti und Roma in Deutschland: Wie ist die Wirklichkeit? Die Tagung behandelt die Themen: Europäische Bildungsstudien im Vergleich, Nachhaltigkeit von Bildungskonzepten für Minderheitenangehörige in Deutschland, individuelle Bildungsförderung als Herausforderung.
    22.-23.10.2010, Bad Boll, Dr. Manfred Budzinski, Egon Schweiger
  • Wenn der Anfang gelingen soll
    Die Gestaltung der Berufseingangsphase von Lehrkräften
    Mit dem Fortbildungs- und Beratungsmodell "Berufseingangsphase" wird jungen Lehrkräften in der für ihre Professionalisierung entscheidenden Phase der ersten Berufsjahre Unterstützung angeboten. Die Tagung gibt Einblick in gute Praxis, Gelegenheit zum fachlichen Austausch und fragt danach, welche Schritte in der weiteren Gestaltung zu gehen sind.
    25.-27.10.2010, Loccum, Andrea Grimm
  • Talentförderung oder Elitebildung - eine Frage der Bildungsgerechtigkeit
    Vortrag und Diskussion von und mit Prof. Dr. Gesine Schwan, Römerberg 9, Frankfurt am Main
    27.10.2010, Arnoldshain, Dr. Hermann Düringer
  • Gewaltprävention und Religion
    Verschiedenheit als Chance für soziales und persönliches Lernen
    Ein Migrationshintergrund gilt in der Gewaltprävention meist als Risikofaktor, was umgekehrt ein Zeichen der Unsicherheit im Umgang mit Fremdheit sein mag. Die deutsche Einwanderungsgesellschaft ist noch ungeübt im Umgang mit religiöser und kultureller Vielfalt. Sind die darin begründeten Werthaltungen Kitt oder Sprengstoff? Was verändert sich durch die Einführung des islamischen Religionsunterrichts?
    08.-09.11.2010, Bad Boll, Gerald Büchsel
  • Erziehungs- und Jugendhilfe in Europa
    Im europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung wird Fachkräften der Erziehungs- und Jugendhilfe Einblick in die Struktur der Erziehungs- und Jugendhilfe in Europa gegeben und die Frage diskutiert, welches Verhältnis von Staat, Familie und Erziehungsverantwortung sich darin niederschlägt.
    11.-12.11.2010, Loccum, Andrea Grimm
  • Bildung eröffnet Chancen
    Auch für Kinder mit Migrationsgeschichte?
    Im Mittelpunkt der Tagung steht die Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation junger Migrantinnen und Migranten. Werden sie von vorhandenen Angeboten erreicht? Besteht für junge Menschen mit Migrationshintergrund echte Chancengleichheit? Brauchen wir neue Handlungsstrategien?
    19.-21.11.2010, Bad Boll, Dr. Manfred Budzinski, Inge Mugler, Dr. Aleka Rapti, Christian Storr
  • Fahrrad - Geisteswissenchaften - Nachhaltigkeit
    Das Fahrrad berührt viele Aspekte einer zukunftsorientierten Politik der Nachhaltigkeit: Straßenplanung, Energieversorgung, Industrie und Arbeitsplätze, intelligente Verkehrssysteme, Lokalpolitik, nachhaltige Bildung in der Schule und die damit verbundene Elternarbeit. Eingeladen zu dieser "Fahrrad-Tagung" sind politisch Engagierte, Verbände und die Fahrradindustrie.
    20.-23.11.2010, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Das Anti-Mobbing-Konzept
    Schätze der Schulentwicklung - Eine Veranstaltungsreihe
    Es fehlt nicht an Anregungen: Preisgekrönte Schulen, Unterrichtseinheiten, überzeugende Vordenker. Diese Reihe gibt Ihnen Gelegenheit, sich zu informieren und mit anderen engagierten Pädagoginnen und Pädagogen in Austausch zu treten. Der Ansatzpunkt liegt dabei stets auf der Ebene des alltäglich Machbaren. Mit Mustafa Jannan und seinem praxiserprobten Anti-Mobbing-Konzept.
    26.11.2010, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Reichtum der Vielfalt
    Wege zur sozialen und kulturellen Inklusion in der Schule
    Im europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung wird anhand praktischer Beispiele diskutiert, welche pädagogischen Konzepte für und in Schulen eine Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und ihrer sozialen und gesellschaftlichen Integration fördern.
    26.-28.11.2010, Loccum, Andrea Grimm
  • Migration in Deutschland und Österreich
    Sozialarbeit am Beispiel des Ballungsraums Stuttgart
    Die Tagung richtet sich an Studierende aus dem Bereich der sozialen Arbeit, die sich mit Migration, und in diesem Zusammenhang mit Bildungspolitik, Migrationsrecht und dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen im deutschsprachigen Raum befassen.
    29.11.-03.12.2010, Bad Boll, Marielisa von Thadden, Klaus Barwig
  • Bildung ist Menschenrecht
    Teilhabe durch Bildung
    Tagung in der Evangelischen Akademie Arnoldshain u.a. mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger und Dr. Axel Bernd Kunze
    03.-04.12.2010, Arnoldshain; Dr. Hermann Düringer
  • Protestantische Beiträge zur aktuellen Bildungsdebatte
    Politischer Advent 2010
    Bildungsgerechtigkeit ist entscheidend für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Welchen Beitrag leistet der Protestantismus zur aktuellen Bildungsdebatte? Über Perspektiven für Rheinland-Pfalz diskutieren die Erziehungswissenschaftlerin und stellvertretende Vorsitzende der EKD-Kammer für Bildung Annette Scheunpflug, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad und die rheinland- pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen.
    17.12.2010, Pfalz, Dr. Christoph Picker

Weitere Tagungen zur Bildungsoffensive:
im Tagungskalender suchen

Texte:
Dr. Fritz Erich Anhelm (Ev. Akademie Loccum):
Erziehung und Bildung als Auftrag der Kirche an die Gesellschaft (pdf-Datei)

Rückblick:
Startschuss für die gemeinsame Initiative beim 60jährigen Jubiläum
Dokumentation der Auftaktveranstaltung in Berlin mit Beiträgen von Franz Grubauer, Fritz Erich Anhelm, Rüdiger Sachau, Jutta Allmendinger, Randolf Rodenstock, Michael Vassiliadis, Christoph Makschies und Christoph Kähler:
download (pdf-Datei, 40 Seiten)

Bildung ist mehr...!

Gemeinsam mit den Kath. Akademien veranstalteten die Ev. Akademien auf dem ökumenischen Kirchentag in München am Samstag, 15. Mai 2010 eine Werkstatt zum Thema "Bildung ist mehr ...!".

Weitere Informationen auf unser
Kirchentags-Projektseite
Pressemitteilung (vom 29.04.2010)

Pressemitteilung zur Bildungsoffensive (vom 22.10.2008):
download (pdf-Datei)
Weitere Pressemitteilungen der Geschäftstelle