Foto: Hans Jörg Schütz

TOP Tagungen im Oktober 2010:

Älter werden nur die anderen

Rentner, Oma, Opa... alles passé. Marketingstrategen geben sich alle Mühe, ein solventes Publikum zu adressieren, ohne zu verprellen. Heute ist man allenfalls "Senior", besser "Best-" oder "Silver-Ager", ein "Master Consumer" oder gar ein "Happy Ender". Das Zielpublikum ist für solche Einschmeichlungen in der Regel aber zu schlau: "Wenn dummes Zeug geredet wird, dann nervt mich das schneller als früher", brachte es Hans-Jochen Vogel auf einer Akademietagung zum Thema auf den Punkt. Statt Etikettenschwindel zu betreiben, ist es wichtig, sich mit den Herausforderungen rechtzeitig und intelligent auseinander zu setzen. Sei es die gesellschaftliche Diskussion um Jugendwahn und Altersflucht oder die persönliche Frage, wo (und ob) man seine Potenziale und Erfahrungen in Zukunft ehrenamtlich einsetzen möchte. Wir laden Sie ein, bekämpfen Sie Ihr Altern nicht - gestalten Sie es!

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Foto: UNHCR/unhcr.de

TOP Tagungen im September 2010:

Globalisierung hautnah

Der Klimawandel hat in den Ländern des Südens heute schon dramatische Folgen: Ganze Landstriche werden unbewohnbar, eine zunehmende Zahl von Flüchtlingen sucht nach Überlebensmöglichkeiten, Klimakriege drohen. Das Problem wird im Wortsinne in den Norden getragen. Damit gesellt sich zu unserer ethischen Verpflichtung auch die unmittelbare Betroffenheit. Ein zentrales Feld, in dem wir alle unsere Verantwortung wahrzunehmen haben, ist unser Umgang mit Energie. Alternativen zum Öl sind gefragt - die Energiewende erweist sich als unausweichlich. Sie umfasst neue Technologien ebenso wie ein konsequentes Energiesparen etwa in der Umgestaltung von Wohngebäuden. Hier wird der Zusammenhang zwischen globalen Entwicklungen und lokalem Handeln hautnah.
Die Evangelischen Akademien bieten das Forum zur Diskussion kreativer Lösungen.


Im Schlosspark der Evangelischen Akademie Tutzing

TOP Tagungen im August 2010:

Zeit für Experimente...

An angenehmen Orten in schöner Landschaft gemeinsam mit anderen aus dem Alltag aussteigen - sich einlassen auf das Experiment interdisziplinären Denkens und Reflektierens - zum Beispiel zu Fragen der Bio- und Medizinethik oder auf das Abenteuer einer Sommeruniversität zur Kriminalliteratur als gesellschaftlichem Phänomen. Der August in den Evangelischen Akademien bietet die Gelegenheit, neue und ganz andere Angebote wahrzunehmen. Sie umfassen nicht nur akademische Experimente, sondern bieten auch die Chance, die eigene Kreativität beim Schmieden, Tanzen, Musizieren oder Fotografieren auszuprobieren.


Foto: Wolfgang Beer

TOP Tagungen im Juli 2010:

Nicht nur Goethe, Kleist und Grass

...sondern auch sich selbst entdecken. Beim sich schreibend Ausprobieren, beim Mitteilen, was Sie bewegt oder bewegen wollen. Oder: Entdecken Sie Literatur aus anderen Welten, aus Argentinien zum Beispiel, dem Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse, oder Texte der kanadischen Schriftstellerin Alice Munro. An angenehmen Orten in schöner Landschaft aus dem Alltag aussteigen, gemeinsam mit anderen sich einlassen auf Literatur und die Kunstform des Schreibens: Die Evangelischen Akademien laden ein.


Foto: flickr.com, Jedrzej Blaszkiewicz

TOP Tagungen im Juni 2010:

Apropos Nachhaltigkeit

Bildinterpretation: beschämender Gegensatz von Abwrackprämie contra Transportmittelknappheit? Oder ein Beispiel unserer Nachbarn aus dem Süden für Nachhaltigkeit pur? Sind die Perspektiven der Industrieländer und der Entwicklungsländer entgegengesetzt oder können wir uns trotz unterschiedlicher Voraussetzungen gemeinsam in eine ökologische und gerechte Zukunft bewegen?
Ökologie und internationale Gerechtigkeit zusammenbringen, Nachhaltigkeit und Sozialpolitik aufeinander abstimmen - das sind Themen der Tagungsreihe "Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt", die die Evangelischen Akademien in Zusammenarbeit mit eed und Brot-für-die-Welt entwickelt haben. Dabei liegt ein besonderes Gewicht auf der christlichen Perspektive im Dialog und im Handeln. Das Projekt wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles Projekt der UN - Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.
Im Juni laden wir Sie zu folgenden Veranstaltungen ein:


Foto: flickr.com, Jedrzej Blaszkiewicz

TOP Tagungen im Mai 2010:

Die Vielfalt präsentieren: Aktionstage Politische Bildung

Politische Bildung bietet Information, Diskurs und Orientierung. Sie unterstützt die Bürgerinnen und Bürger dabei, sich einzumischen in die Dinge und Entscheidungen, die sie betreffen. Sie reflektiert und diskutiert die Entwicklungen, Risiken und Chancen unserer Gesellschaft im heimatlichen Dorf wie in der globalen Wirtschaftskrise, im web 2.0 wie im Verhältnis zwischen den Generationen, im multiethnischen Zusammenleben wie in der Nanotechnologie. Zum 6. Mal rufen u.a. die Bundeszentrale für politische Bildung, die im Bundesausschuss zusammengeschlossenen Träger und die Evangelischen Akademien in Deutschland zu den "Aktionstagen Politische Bildung" auf. Vom 5. bis 23. Mai werden sie mit über 400 Veranstaltungen bundesweit die Vielfalt der Akteure, Themen, Aktionen und Angebote sicht- und hörbar machen. In den Evangelischen Akademien können Sie zum Beispiel bei den folgenden Veranstaltungen mitmachen:


Foto: flickr.com, Justin Polichik

TOP Tagungen im April 2010:

Unerreichbare Jugend?

Ist die Jugend unpolitisch? Gar demokratiefeindlich? Findet ehrenamtliches Engagement in Gesellschaft und Kirche bei den unter 20 Jährigen überhaupt noch statt? Und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Gibt es eine massenhafte Auswanderung der Jugend von der realen in die virtuelle Welt des Internet? Entstehen im web 2.0 Formen einer neuen politischen Kultur, die Jugendliche mehr ansprechen als Parteien und Parlamente? Kann Demokratie gelehrt oder nur erfahren werden? Welche Beiträge kann kirchliche Jugend- und Bildungsarbeit leisten? Fragen oder Vorurteile? Auf jeden Fall Themen, denen nachzugehen ist.
Die Evangelischen Akademien laden dazu ein.


Foto: Photocase.com, Dirk Jürgensen

TOP Tagungen im März 2010:

Aus der Krise lernen?

Die einen Banken, zum Beispiel die Bayrische Landesbank, häufen weiterhin Milliardenverluste an, für die der Steuerzahler aufkommen muss. Die anderen, zum Beispiel die Deutsche Bank, machen schon wieder Rekordgewinne. Das Weihnachtsgeschäft lief kaum schlechter als in den Vorjahren. Viele Prognosen für das kommende Jahr sind verhalten optimistisch. Gleichzeitig gibt es vehemente Warnungen vor dem nächsten großen Crash und die Zahl der Insolvenzen steigt dramatisch. Dominiert der Versuch, irgendwie doch so weiter zu machen wie bisher und sich zum Status Quo ante zurück zu mogeln? Oder werden wirklich grundlegende Konsequenzen gezogen? Ist die große Krise als Lehrmeister überhaupt geeignet oder weckt sie nur antrainierte und deshalb alte Überlebensreflexe? Braucht es vielleicht das Durchleben langer Durststrecken, um die Phantasie und den Mut freizusetzen, der zur Umsetzung neuer, kreativer Ideen und Projekte führt - so wie es nach dem gescheiterten Nachbau West nun in den ostdeutschen Ländern zu beobachten ist?
Die Evangelischen Akademien laden ein zum Nachdenken.


Foto: fotolia.de

TOP Tagungen im Februar 2010:

Ach so fern und doch so nah

Multi-Religionsland Deutschland


Wir leben in einem christlich geprägten Land. Doch Globalisierung und Migration verstärken den Einfluss anderer Religionen in unserer Gesellschaft. Was für die Einen Herausforderung ihres religiösen Selbstbewusstseins ist, ist für die Anderen Faszination auf der spirituellen Suche. Was für die Kunst Anregung ist, kann für das Zusammenleben Konfliktpotenzial sein. Auf jeden Fall erfordert diese Entwicklung Hinschauen, Wissen und die Bereitschaft zum Dialog.
Dazu laden die Evangelischen Akademien herzlich ein.


Foto: Photocase.com: .marq.

TOP Tagungen im Januar 2010:

... Aber was ist "gut"?

Ist alles (wieder) gut, wenn das Wirtschaftswachstum Ende 2010 - vielleicht - 3 % beträgt? Haben wir dann den Aufschwung, der die Probleme löst? Wohl eher nicht. Denn die Zeiten eindimensionaler Lösungen sind vorbei. Moderne Gesellschaften sind so komplex wie die Probleme, vor denen sie stehen. Wachstum allein bringt Wirtschaft und Staat mehr Geld und lässt möglicherweise die Arbeitslosenzahlen wieder sinken. Aber die ökologischen Kosten steigen und der soziale Frieden, der in den letzten Jahren brüchig geworden ist, wird sich nicht von allein wieder einstellen. Nachhaltigkeit und Partizipation in Wirtschaft und Gesellschaft sind unverzichtbare Stützpfeiler jeglicher Stabilität. Die Annahme, sie seien in der gegenwärtigen Krise zu Gunsten eines schnellen Wachstums zu vernachlässigen, ist ein gefährlicher Irrglaube.
Die Evangelischen Akademien thematisieren die Zusammenhänge.



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