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Studium der Sozialpädagogik in Köln (Diplom); Studium der Erziehungswissenschaft,
Psychologie, Evangelischen Theologie in Hamburg (Dr. phil.)
Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum, Lehraufträge
an der FH Hildesheim und der Universität Hamburg;
1987 - 95 Gründungsleiter der Evangelischen Heimvolkshochschule
Bad Bederkesa; zahlreiche Zeitschriften- und Buchveröffentlichungen
zu Fragen der Jugend- und Erwachsenenbildung;
Wiederaufnahme der bildhauerischen Arbeit; Selbststudium der Bildhauerei
einschließlich mehrerer Studienreisen; Bildhauerisch-kommunikative
Weiterbildung bei Michael Jalowczarz, Horneburg, und bei Gunther
Gerlach, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste, Bremen;
Mitglied eines Berufsverbandes und wissenschaftlicher Vereinigungen;
Arbeitet im Atelier in seinem Haus und lebt mit Ehefrau und Tochter
in Bad Bederkesa. Eine Reihe von Arbeiten befinden sich in privatem
Besitz.
--> Email: am.pluskwa@ewetel.net
Begegnungen und Aufbrüche
Der Baum ist nicht nur eine uralte Figur, sein Material gehört
zu den ersten Stoffen der Figurendarstellung überhaupt, für Götzen
und Dämonen - und das Menschenbild, das den elementaren Formen der
Natur gegenübergestellt wird. Das Holz ist gewachsen. Es ist hart.
Es bietet Widerstand. Aber es ist nicht kalt. Es ist die organische
Natur als archaisches Gegenüber nicht so hart und spröde wie Stein,
vielfältig genutzt für die eigene Erwärmung, für das schützende
Gehäuse, zur Verteidigung und Fortbewegung. Ein Begleiter menschlicher
Zivilisation - und als Material kultischer Gegenstände, zur Verehrung
höherer Mächte und zum Bildnis, jahrtausendelang genutzt, um Figuren
des menschlichen Gegenübers darzustellen_ Dem Menschen ein Gegenüber-
eine zentrale Idee. Im Gegenüber gewinnt der Mensch eigene Identität.
Im verkör- perten Gegenüber gibt er dem eigenen Unbegrlffenen Gestalt,
hält es fest und lässt es zugleich frei, zur eigenen äußeren Gestalt
zu werden, bannt es in feste Materialltät und baut - ihm gegenüber-
potentiell jene Spannung aus, die seinen Lebensraum erweitert und
vertieft. Zur festen materialen Figur geworden, gerinnt die Spannung
zur Ruhe, sie wird im Material festgehalten - als gebe es kein Fließen
der Zelt Sie kann zum Ruhe-Pol werden, in der dargestellte Ambivalenz
und Widerspruch festgehalten ist. Bewegung wird Ruhe. Ein Innehalten,
das die gesamte Bildende Kunst kennzeichnet und ihre Wirkung bestimmt.
Der Mensch ist nicht eindeutig. Er ist eingespannt zwischen Leben
und Tod, Wachen und Schlafen. Bildwerke, die den Menschen angehen,
geben Zeichen von der Ambivalenz der menschlichen Position in der
Welt.
Text: Hans-Peter Burmeister
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